Bevor ich zu langen Berichten über die letzten 2 Wochen ansetze, möchte ich zunächst der japanischen Frauennationalmannschaft ganz herzlich zum Gewinn des Weltmeisterinnentitels gratulieren. Ein grandioser Sieg für dieses geschundene Land, großartig.
Und dazu noch – was für ein Spiel! Hat gerade nach der ersten Halbzeit irgendwer auf jemand anderen als die USA als Champion gesetzt? Als dann auch noch das 1:0 für die US-Girls fiel, schien der Kuchen gegessen. Mit Unnachgiebigkeit haben die Japanerinnen aber um den Ausgleich gekämpft und es letztlich geschafft – Verlängerung! Und dann diese 30 Minuten, in denen aber auch alles drin war, was den Fußball auszeichnet, inklusive einer roten Karte. Ein Elfmeterschießen ist immer Glücks- und Nervensache – oder sind die USA jetzt das England des Frauenfußballs? So ganz erfahren wirkten Sawa und Co. dann aber nicht, als es zur Siegerehrung kam. Ein sympathisches, ein bescheidenes und doch so kämpferisches Team! Und Deutschland hat gegen die späteren Weltmeisterinnen gewonnen. Ist das ein Trost? Die deutschen Spielerinnen mit ihrer Trainerin Silvia Neid auf den Rängen sahen jedenfalls so aus.
Ich habe zugegebenermaßen nicht so viele Spiele der WM sehen können, aber die schönsten Szenen aus dem Endspiel habe ich mir im Nachklapp noch anschauen müssen.
Die WM war insgesamt ein großes, ein buntes Ereignis und damit ein echter Werbeträger für den Frauenfußball. Wer nicht schon vorher vom Frauenfußball begeistert war, der / die ist es spätestens nach dem Endspiel.
Die weltweite Popularität ist mittlerweile groß: Von Frankreich bis Japan ist die Aufmerksamkeit für den Fußball enorm gestiegen. Jetzt gilt es dort anzuknüpfen und diesen Schwung nachhaltig in den sportlichen Alltag mitzunehmen, auch hierzulande. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben, das Turnier zu einem Sommermärchen zu machen. Wer hätte gedacht, dass es ein japanisches wird?
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